Garmin Data Report 2026: So laufen und radeln Ausdauersportler weltweit

Pünktlich zum Global Running Day und Global Cycling Day hat Garmin seinen aktuellen Data Report veröffentlicht und damit einen faszinierenden Einblick in die Trainingsgewohnheiten von Millionen von Sportlern weltweit gegeben. Die Auswertung basiert auf anonymisierten Daten aus der Garmin-Connect-Community und zeigt nicht nur, wie häufig gelaufen und Rad gefahren wird, sondern auch, welche Trends die Ausdauerszene derzeit prägen.

Die Ergebnisse machen deutlich: Sowohl Laufen als auch Radfahren bleiben ungebrochen populär. Während Läufer ihre Aktivitäten weiter steigern und zunehmend Krafttraining in ihren Trainingsalltag integrieren, sammeln Radfahrer nach wie vor beeindruckende Umfänge auf ihren Bikes. Für Triathleten besonders interessant: Viele der erhobenen Kennzahlen spiegeln genau jene Faktoren wider, die auch für den Erfolg im Mehrkampfsport entscheidend sind – Ausdauer, Trainingskonstanz, Regeneration und Leistungsfähigkeit.

Laufen bleibt auf Wachstumskurs

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Laufbereich. Garmin registrierte im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Indoor-Laufaktivitäten um knapp 13 Prozent, während die Outdoor-Läufe um rund drei Prozent zunahmen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Nutzer, die innerhalb einer Woche sowohl eine Laufeinheit als auch Krafttraining absolvierten, um 23 Prozent. Das bestätigt einen Trend, der sich seit Jahren beobachten lässt: Läufer erkennen zunehmend den Wert von ergänzendem Krafttraining für Leistungsfähigkeit und Verletzungsprophylaxe.

Die durchschnittliche Laufdistanz aller Garmin-Nutzer lag bei 7,76 Kilometern pro Trainingseinheit. Überraschend dabei: Nicht die jüngeren Altersgruppen absolvieren die längsten Läufe, sondern die Athleten zwischen 50 und 59 Jahren. Sie kommen im Durchschnitt auf 8,2 Kilometer pro Einheit und verbringen mit rund 51 Minuten auch die längste Zeit auf der Laufstrecke.

Bei den Laufgeschwindigkeiten zeigt sich ein erwartbares Bild. Männer liefen im Durchschnitt ein Tempo von 5:49 Minuten pro Kilometer, Frauen erreichten durchschnittlich 6:32 Minuten pro Kilometer. Die schnellsten Läufer stammen laut Garmin aus Europa. Angeführt wird das Ranking von Irland vor Portugal und Italien.

Interessant sind auch die saisonalen Muster. Die meisten Laufkilometer wurden im August gesammelt, während Samstage weltweit der beliebteste Tag für längere Laufeinheiten sind. Wer einen Halbmarathon plant, befindet sich zudem in guter Gesellschaft: Der Halbmarathon-Trainingsplan war die mit Abstand am häufigsten genutzte Distanz innerhalb von Garmin Coach.

Auch die Gesundheitsdaten liefern spannende Erkenntnisse. Der durchschnittliche VO₂max-Wert aller Garmin-Läufer liegt bei 50. Gleichzeitig weisen Läufer im Vergleich zu Nicht-Läufern bessere Schlafwerte auf. Der durchschnittliche Schlafscore lag bei 73 Punkten, während die Ruheherzfrequenz mit zunehmendem Laufumfang kontinuierlich sank. Die Daten bestätigen damit einmal mehr den engen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Ausdauertraining und allgemeiner Gesundheit.

Radfahrer sammeln Kilometer und Höhenmeter

Während Läufer häufig über Pace und Kilometer diskutieren, stehen bei Radfahrern traditionell Umfang und Fahrzeit im Mittelpunkt. Der Garmin Cycling Report zeigt eindrucksvoll, wie viel Zeit ambitionierte Radsportler tatsächlich im Sattel verbringen.

Die durchschnittliche Ausfahrt eines Garmin-Nutzers umfasste knapp 46 Kilometer (28,5 Meilen). Spitzenreiter beim durchschnittlichen Streckenumfang sind italienische Radfahrer mit 55,9 Kilometern (34,7 Meilen) pro Fahrt. Dahinter folgen Belgien und Spanien – allesamt Nationen mit einer tief verwurzelten Radsportkultur.

Im Schnitt verbringen Garmin-Radfahrer rund 115 Minuten auf dem Rad. Damit dauert eine typische Ausfahrt etwa so lange wie ein Spielfilm. Die meisten Aktivitäten werden sonntags aufgezeichnet, während der August auch bei den Radfahrern als aktivster Monat des Jahres hervorsticht.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit aller erfassten Fahrten lag bei 24 km/h. Gleichzeitig wurden pro Ausfahrt durchschnittlich rund 350 Höhenmeter überwunden.

Diese Werte zeigen, dass die Mehrheit der Garmin-Nutzer keineswegs nur gemütliche Freizeitfahrer sind, sondern regelmäßig anspruchsvolle Trainingsfahrten absolvieren. Laut Garmin lag der durchschnittliche VO₂max-Wert aller Radfahrer bei 51 und damit sogar leicht über dem Wert der Läufer.

Der durchschnittliche FTP-Wert liegt bei 224 Watt für Männer und 188 Watt für Frauen.

Die FTP Durchschnittswerte Werte kommen dabei aus:

  • Norwegen: 234 Watt
  • Slowakei: 231 Watt
  • Tschechien: 228 Watt

Erkenntnisse für Triathleten

Für Triathleten liefert der Garmin Data Report vor allem eine zentrale Botschaft: Kontinuität zahlt sich aus. Sowohl bei Läufern als auch bei Radfahrern zeigen die Daten klare Zusammenhänge zwischen Trainingsumfang, Leistungsfähigkeit und Gesundheitswerten. Gleichzeitig unterstreicht die starke Zunahme von Krafttrainingseinheiten, dass moderne Ausdauerathleten längst nicht mehr ausschließlich Kilometer sammeln.

Die Garmin-Daten zeigen damit eindrucksvoll, wohin sich der Ausdauersport entwickelt: weg vom reinen Umfangsdenken, hin zu einem ganzheitlichen Trainingsansatz aus Ausdauer, Kraft und Regeneration. Genau jene Kombination also, die auch im Triathlon über langfristigen Erfolg entscheidet.


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